Kunsthistorikerin (Ludwig Forum Aachen) Frau Myriam Kroll mei 2012

Eddie Symkens wurde 1964 in Belgien geboren.
Seine Skulpturen aus Keramik erscheinen auf den ersten Blick kompakt und fragil zugleich. Das Material wurde nicht geglättet, die Oberfläche ist rau und porös. Die Figuren wirken irritiert, sie schwanken und sind zeitgleich stillgestellt in ihren Kokons. Oder handelt es sich hierbei um Verbände? Welche Art von Fesseln hat der Künstler seinen Figuren auferlegt? Die Gesichter gleichen einander. Es sind keine individuellen Porträts, sondern stellen eine Typologie der Einfalt und Ratlosigkeit dar. Dennoch wird man von diesen geblendeten Wesen berührt. Das vorgereckte Kinn mit dem leicht geöffneten Mund, die starke Nase und der kahle Schädel strahlen eine gedämpfte Unsicherheit aus.
Eddie Symkens Figuren sind sehr verletztlich: sie leiden an dem Restless Heart Syndrom. Eine Krankheit, die nicht im Pschyrembel verzeichnet ist, unter der aber schon jeder von uns schon einmal gelitten hat.